Die richtige Vorsorge für mich und meine Familie

Halten Eltern nach dem ersten Schrei ihr Neugeborenes in den Armen, ist das Glück perfekt. Doch schon bald realisieren die frischgebackenen Eltern die große Verantwortung, die auf sie zukommt. Ein Leben mit Kind will geplant sein, und dafür braucht es auch die richtige Vorsorge: Was passiert bei Arbeitslosigkeit eines Partners, Unfall, Krankheit oder gar Tod?

Eine adäquate Vorsorge ist ein absolutes Muss, um die fundamentalen Lebensrisiken abzusichern. Der erste Schritt auf dem Weg zur richtigen Familienvorsorge ist eine umfassende Beratung, um die Versicherungsprodukte auf die individuellen Bedürfnisse und das Budget der Familie abzustimmen. Ein Blick auf die Vorsorgepyramide gibt einen Überblick welchen Versicherungsschutz Familien haben müssen: Unfall-, Eigenheim- und Haushaltsversicherung und eine private Pensionsvorsorge sowie eine Privathaftpflichtversicherung sind hier die Fixstarter. Damit schafft man eine Vorsorgebasis, die im Laufe der Zeit immer wieder angepasst und erweitert werden kann.

  1. Unfallversicherung

Absolute Pflicht in jedem Vorsorgeplan ist der Abschluss einer Unfallversicherung. Rund 830.000 Menschen verunglücken jährlich in Österreich. 75 Prozent der Unfälle ereignen sich in der Freizeit, beim Sport oder zu Hause. Wer sich nur auf die gesetzliche Unfallversicherung im Rahmen der Sozialversicherung verlässt, für den kann es ein böses Erwachen geben. Diese kommt nämlich nur für die Folgen von Unfällen auf, die sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin ereignen. Passiert der Unfall jedoch in der Freizeit, besteht eine Vorsorgelücke, die zu einer finanziellen Katastrophe führen kann. Denn alleine der behindertengerechte Umbau einer Wohnung kann über 50.000 Euro kosten. Von den finanziellen Folgen von Invalidität oder Arbeitsunfähigkeit ganz zu schweigen.

Grundsätzlich sollten beim Abschluss, neben dem eigenen Lebensstil, die Faktoren Familie und Beruf mit einbezogen werden. Die wichtigsten Fragen, die man sich selbst dazu stellen sollte: Welche Geldleistung benötige ich, wenn der schlimmste Fall eintritt, um die Alltagskosten oder die Ausbildung meiner Kinder zu finanzieren? Welche Form der Invalidität würde mich an der weiteren Ausübung meines Berufes hindern?

Für die Absicherung der gesamten Familie zu sorgen ist leistbar, auch wenn das Familienbudget nicht üppig ist. Bereits ab einer monatlichen Prämie unter 30 Euro kann die ganze Familie gegen die finanziellen Folgen von Unfällen abgesichert werden. Eine echte Innovation bietet die s Versicherung mit ihrem s Unfall-Schutz. Nach einem Unfall wird bei den 47 häufigsten Verletzungen ohne lange Verfahren eine Sofortauszahlung garantiert. Je nach Versicherungssumme ist diese Polizze bereits ab 27,85 Euro im Monat zu haben. Viele Versicherungen bieten ein fixes Basispaket mit Zusatzbausteinen, die man flexibel wählen und der Familiensituation anpassen kann.

  1. Sicherheit für das Zuhause.

Blitzschlag, Sturm, Hagel oder Feuer sind Schlagworte, die bei Hausbesitzern gefürchtet sind. Davor schützen kann man sein Eigenheim nur begrenzt, doch man kann gegen die finanziellen Folgen von Schäden vorsorgen. Eine Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Gebäude selbst, an Nebengebäuden und Einbauten wie Küche oder Bad auf. Sturmschäden, Feuer, Leitungswasser und Haftpflicht sind hier meist zu einer Bündelversicherung zusammengeschlossen.

Zur Basisausstattung in Punkto Vorsorge gehört auch eine Haushaltsversicherung, die den Wohnungs- oder Hausinhalt schützt. Wenn Feuer, Wasser, Sturm oder gar ein Einbrecher Schäden an Hab und Gut anrichten, sind diese durch die Versicherung gedeckt.

Besonders wichtig ist aber, dass die Haushaltsversicherung meist eine private Haftpflichtversicherung beinhaltet. Grundsätzlich deckt die private Haftpflichtversicherung alle Arten von Schadenersatzverpflichtungen, die man anderen als Privatperson zufügt. Typische Fälle mit hohen Personenschäden sind z.B. Rad- oder Schiunfälle. Sinnvollerweise sollten der gesamte Bereich des Verkehrs des Sports und des Wohnungsbesitzes in Form von Haftpflichtversicherungen abgesichert sein. Gedeckt sind damit auch jene Schäden die der fußballtolle Sohn anrichtet, wenn er mit dem Ball Nachbars Fensterscheiben einschießt. Oder auch Wasserschäden durch eine defekte Waschmaschine.

  1. Vorsorge für das Alter.

Spätestens seit der Einführung des Pensionskontos steht für viele fest, dass die Differenz zwischen der zukünftigen staatlichen Pension und ihrem derzeitigen Einkommen beträchtlich sein wird. Experten schätzen, dass diese Pensionslücke beachtliche 600 Euro betragen wird. Besonders Frauen werden laut Experten von Altersarmut betroffen sein. Darum muss man rechtzeitig vorsorgen, wenn man im Alter keine allzu großen Abstriche zum gewohnten Lebensstandard hinnehmen will.

Die Produkte zur Absicherung im Alter sind vielfältig und reichen von der klassischen privaten Pensionsversicherung über eine staatlich geförderte Zukunftsvorsorge bis hin zu einer Fondspolizze. Für welches Produkt man sich entscheidet, hängt davon ab, ob ein bestimmter Betrag veranlagt werden soll oder ob man lieber regelmäßig ansparen will. Beim Abschluss sollte man auch nicht unbedingt das Produkt mit der momentan höchsten Rendite ins Auge fassen, denn hier geht es nicht um kurzfristigen Vermögensaufbau, sondern um eine langfristig orientierte Vorsorge und Risikoabsicherung.

Basis jeder privaten Altersvorsorge sollte eine staatlich geförderte Prämienpension mit Kapitalgarantie sein. Der unschätzbare Vorteil dabei: Mit einer klassischen privaten Pensionsvorsorge kann man sich eine lebenslange, garantierte Rente sichern.

Mit dem Aufbau einer privaten Zusatzpension kann nicht früh genug begonnen werden. Schon ab der Geburt des Kindes ist diese Vorsorgeform möglich. Wird noch vor dem zehnten Lebensjahr des Kindes Geld für die Zukunft angelegt, bringt jeder Euro durch den Zinseszins ein Vielfaches an Ertrag.

Als Ergänzung zur Alters- oder Pensionsvorsorge macht auch eine Pflegeversicherung Sinn. Die Lebenserwartung der Österreicher steigt, doch nicht viele haben das Glück bis ins hohe Alter gesund und fit zu sein, die Wahrscheinlichkeit einmal Pflege in Anspruch nehmen zu müssen ist groß. Im Bereich der persönlichen Gesundheitsvorsorge sollte die Pflegevorsorge ein integraler Bestandteil sein, doch gerade hier besteht noch im großer Aufholbedarf bei den Österreichern. Eine private Vorsorge ist wichtig, damit im Alter zu den gesundheitlichen Sorgen nicht auch noch finanzielle Not dazukommt. Ausschlaggebend für die Höhe der Prämie sind das eigene Alter bei Abschluss der Polizze und die gewünschten Leistungen. Doch auch hier gilt: Je früher eingezahlt wird, desto niedriger ist die monatliche Prämie.

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